Eine Puppe kann ein ganzes Leben verändern.

Schon immer war es der Traum von Dagmar Rosin, einmal ein eigenes Kaspertheater zu haben, eigene Stücke zu schreiben und sie Kindern selbst vorzuführen. Nachdem Ihr Lebensgefährte Berthold Schönhoff von diesem Zukunftsplan erfuhr, schenkte er ihr eine alte Kasperpuppe, die er dem Puppenspieler Heinz Bömler abkaufte, nachdem dieser zwei sehr ähnliche Puppen besaß und sich deshalb von einem der beiden Kasper trennen konnte. Der “Bruder” des Rheinischen Kaspers gehört auch heute noch zum Ensemble des Puppentheaters in der Viller Mühle am Niederrhein.

Im Übrigen ist die Viller Mühle in Goch-Homersum jede Reise wert. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite viller-muehle.de

Zunächst stand der Kasper jedoch noch einige Jahre auf dem Schreibtisch, als ständige Erinnerung daran, dass es noch ein Leben nach der Arbeit gibt. Nachdem es 2013 bis zur Pension nicht mehr lange dauern sollte und wohl wissend, das es langwieriger Vorbereitungen bedarf, um ein gutes Kaspertheater auf die Beine zu stellen, wurde mit dem Bau einer Bühne begonnen. Bühnenbilder wurden in Auftrag gegeben und die ersten Puppen in Hohnstein bestellt, der Heimat des Hohnsteiner Kaspers.

Dort schnitzt nunmehr seit 1940 Gerhard Berger die Köpfe der Hohnsteiner Puppen, ein Handwerk, welches er von Theo Eggink erlernte, der wiederum schon die Puppen für Max Jacob schnitzte, dem Begründer der Legende des Hohnsteiner Kaspers. Mehr über die Hohnsteiner Geschichte erfahren Sie unter der Rubrik Kasper-History.

Da auch Berthold Schönhoff sein Herz an das Puppenspiel verloren hat, können heute von Dagmar Rosin und Berthold Schönhoff mehrere selbst geschriebene Kasperstücke gemeinsam aufgeführt werden.

Als Moderator rheinischer Lieder und alter Gassenhauer erfreut der Rheinische Kasper die Senioren und läßt sie in ihren Erinnerungen schwelgen, animiert aber auch die jüngeren Generationen zum Mitsingen und Schunkeln. Gute Laune kennt eben keine Altersgrenzen.

rheinischer-kasper

 

wie-alles-began

rheinischer-kasper-als-moderator